Kette schärfen





Ein Fall für die Feile Dieser Hobelzahn/Schneidzahn (links) sieht stumpf aus. Er hat zwei Schneidflächen: oben und an der Seite. Rechts ist der Tiefenbegrenzer.



Wann ist eine Kette stumpf?

Leise rieseln immer feinere Späne

Faustregel: Wer einen Tag lang ordentlich gesägt hat, muss seine Kette schärfen. Profis haben immer ein oder zwei scharfe Reserveketten dabei. Und woran merkt man, dass die Kettenglieder stumpf geworden sind? Wenn anstelle der groben Späne immer feineres Holzmehl ausgeworfen wird. Tipp: Bei einer neuen Kette mal auf die Größe der Späne achten.

Man kann die Kette für wenige Euro im nächsten Fachmarkt schärfen lassen. Es geht aber auch in Heimarbeit.



Kette von Hand schärfen

Mit einer Rundfeile wird die Kette geschärft Wichtig beim Schärfen von Hand: Die Winkel genau beachten, immer nach aussen ziehen, zwei bis drei Stricher reichen.



Profis schärfen vor Ort locker mit einer Spezialfeile aus der Hand. Es gibt aber auch spezielle Aufsätze fürs Schwert, mit dem sich alles winkelgenau einstellen lässt. Es gibt hand- und motorbetriebene Schärfgeräte. Für den Hausgebrauch reichen die Handgeräte völlig aus.



Gradgenau mit dem Feilenhalter

Kette der Motorsäge/Kettensäge richtig von Hand schärfen - www.kaminholzratgeber.de zeigt, wie es geht.

Der Feilenhalter Mit einer solchen Führungsschiene lassen die vorgeschriebenen Winkel genau einhalten.



Bei der Auswahl der Spezial-Rundfeilen (zum Beispiel Originalteile vom Kettensägenhersteller oder von Oregon) muss man unbedingt auf den Kettentyp achten: Die Feilendurchmesser sind unterschiedlich und müssen genau passen. Normale Rundfeilen aus dem Baumarkt sind ungeeignet.

Faustregel: zwei-, dreimal selber machen, dann ab zum Profi.



Der Scharfmacher

So machen es Profis Ein Kettenschärfgerät.



Tipps zum Schärfen der Hobelzähne von Hand:
- immer von innen nach außen feilen
- waagerecht halten (oder den vorgegebenen Winkel einhalten)
- leicht nach oben drücken
- beim Schärfen Feile drehen, damit sie gleichmäßig abnutzt
- zwei bis drei Feilenstriche reichen meist aus

Das Kettenschärfgerät wird entweder direkt aufs Schwert aufgesetzt und festgeklemmt. Oder es hat eine eigene Führung für die Kette. Dann muss diese abgenommen und auf die Führungsschiene gelegt werden. Ganz wichtig ist die Einstellung der Schärfwinkel. Er muss den Vorgaben des Herstellers entsprechen und - ganz wichtig - an allen Hobelzähnen gleich sein.

Dolmar-Ketten haben beispielsweise für Typ 290 (erkennbar an den Löchern in den Treiblaschen) und Typ 092 einen vorgeschrieben Schärfwinkel von 30 Grad in Bezug zum Schwert. Die Feile wird beim Schärfen waagerecht gehalten. Der Brustwinkel des Hobelzahns (von der Seite gesehen) von 80 Grad (Typ 290) bzw. 85 Grad (Typ 092) ergibt sich durch die Eindringtiefe der Feile.



Hobelzahn und Tiefenbegrenzer

Lehre für den Tiefenbegrenzer Mit der Messelehre lässt sich der Tiefenbegrenzer prüfen und gegebenenfalls abfeilen.



Tiefenbegrenzer-Abstand messen und korrigieren

Nach dem Schärfen muss der Tiefenbegrenzer-Abstand gemessen und gegebenenfalls mit einer flachen Feile korrigiert werden. Der Tiefenbegrenzer liegt vor dem Hobelzahn und bestimmt die Stärke der Späne. Meist liegt der vorgeschriebene Höhenunterschied zwischen Oberkante Hobelzahn und Tiefenbegrenzer so um 0,5 bis 6,5 Millimeter.



Feilen des Tiefenbegrenzers

Feilarbeit Was übersteht, wird abgefeilt.







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