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Zecken sind auf der ganzen Welt verbreitet

Reinheim (SP) Weltweit gibt es etwa 850 verschiedene Zeckenarten. Zecken leben vom Blut und der Gewebsflüssigkeit ihrer Opfer (Wirte), die sie diesen durch die Haut absaugen. Die meisten Zeckenarten saugen nur an einer Tierart (Taubenzecke, Igelzecke, Schafszecke u.a.) und sind daher weitgehend ungefährlich für den Menschen.



Holzbock - Europas gefährlichste Zeckenart

Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) - auch Schildzecke genannt - ist für den Menschen gefährlich und kommt auch in Deutschland überall vor. Sie saugt an allem, was kreucht und fleucht - auch am Menschen. Dabei überträgt sie häufig die bei ihrer ersten Blutmahlzeit an Mäusen (Reservoir der meisten Zeckenerkrankungen) aufgenommen Krankheitserreger auf den Menschen.



Die Lebensabschnitte des Holzbocks

Eine Zecke entwickelt sich aus dem Ei zunächst in eine Larve, dann in eine Nymphe (jugendliche Zecke). Die Nymphe ist ein Zwitter, aus dem dann entweder in eine erwachsene (adulte) männliche oder weibliche Zecke wird. Weibchen legen einmalig bis zu 3000 Eier.

Eine Blutmahlzeit pro Stadium

Zur Weiterentwicklung in das nächste Stadium macht die Zecke jeweils eine Umwandlung (Metamorphose) durch. Dazu benötigt sie jeweils eine Blutmahlzeit.

Wärme, Feuchtigkeit und Blut

Die für den Menschen gefährlichen Zecken brauchen mildes Klima und hohe Luftfeuchtigkeit. Sie leben in Erdbodennähe, vorzugsweise in feuchtem Laub. Aktiv werden Zecken bei Temperaturen über 10 ° C, also normalerweise vom Frühjahr bis zum Herbst. Der Lebensraum der Zecken sind Sträucher, Büsche und Gräser in Wäldern und Wiesen, Parks und Gärten, überall dort, wo es ihre Wirte gibt: Nagetiere, Vögel, Igel, Rehe, Hirsche - auch Menschen und seine Haustiere.



Warten, saugen, paaren, sterben

Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen. Dorthin kommen sie gar nicht, es sei denn zufällig durch Vogeltransport. Da ein Austrocknen für sie bedrohlich ist, müssen sie in Bodennähe bleiben und regelmäßig den feuchten Untergrund aufsuchen. Die winzigen Larven und kleinen Nymphen klettern bis zu 50 Zentimeter an Gräsern und Büschen empor, erwachsene Zecken bis zu 1 ½ Meter. Dort warten die Zecken darauf, vom Fell oder der Kleidung eines vorbeiziehenden Wirtes abgestreift zu werden. Das kann, unterbrochen von den Rückzügen ins Erdreich, Jahre dauern. So lange können sie hungern. Die erwachsenen Zecken befallen hauptsächlich größere Tiere wie Rehe und Hirsche. Diese sind als Transportwirte zur Ausbreitung der Zecken sowie als Paarungstreffpunkte von Bedeutung. Männliche Zecken sterben nach dem Begattungsakt, Weibchen nach der Eiablage. In der Regel beträgt der Lebenszyklus einer Zecke vom Larven- über das Nymphen bis zum Erwachsenenstadium insgesamt zwei bis drei Jahre.



Zecken stechen mit Betäubung

Hat die Zecke einen Wirt erwischt, sucht sie nach einer geeigneten Stelle zum Stechen. Der Stichvorgang in die Haut des Wirtes dauert etwa 10 Minuten. Die Sägezähne am Saugrüssel verankern diesen im Stichkanal. Dabei sondert die Zecke Speichel ab, der die Einstichstelle betäubt, die Blutgerinnung hemmt und das Gewebe des Wirtes auflöst. Der Vorgang bleibt vom Opfer meistens unbemerkt.

Übertragung von Krankheitserregern

Hat die Zecke ihren Saugrüssel verankert, beginnt der Saugakt, bei dem winzige Portionen über Tage hinweg aufgenommen werden. Um möglichst viel Nahrung aufzunehmen, wird das Sauggut im Zeckendarm eingedickt. Flüssigkeit wird unter Beigabe von Speichel in die Wunde zurückgepumpt. Damit gelangen auch Krankheitserreger aus Speicheldrüse und Darm der Zecke in den Wirt - Borrelien, Ehrlichien, FSME-Viren, Rickettsien, Babesien u.a. Vollgesogene Zecken lassen sich vom Wirt fallen und ziehen sich wieder ins feuchte Erdreich zurück.

Quelle: Borreliose und FSME Bund Deutschland (BFBD)

Infos: www.zecke.de




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