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Auch den Kaminanschluss reinigen

Ein Schornsteinfeger demonstriert die Reinigung des Verbindungsrohres  zwischen Ofen und Schornstein. Dort wird nämlich nicht gefegt, dafür ist der Betreiber der Feuerstätte selbst verantwortlich.

Ein Schornsteinfeger demonstriert die Reinigung des Verbindungsrohres zwischen Ofen und Schornstein. Dort wird nämlich nicht gefegt, dafür ist der Betreiber der Feuerstätte selbst verantwortlich.





Schlamperei kann brandgefährlich werden

Bezirksschornsteinfegermeister und Ofensetzer Roland Adams (Ratingen/Rheinland) musste kürzlich zu einem Kaminbrand ausrücken. In einem Verbindungsrohr hatten sich Ablagerungen entzündet. Oft ist Unwissenheit im Spiel.

Ratingen
(SP) Das Heizen mit Kaminöfen liegt derzeit voll im Trend – doch nur noch die wenigsten Bürger kennen sich mit dieser Feuerungsart aus. Die Folgen bekommen Nachbarn zu spüren, wenn es mal wieder aus dem Schornstein qualmt und stinkt – oder Feuerwehr und Schornsteinfeger, wenn sie zum Kaminbrand gerufen werden. Erst kürzlich, es war spätabends, klingelte bei Bezirksschornsteinfegermeister Roland Adams das Telefon: Die Feuerwehr war zu einem Kaminbrand ausgerückt und brauchte Hilfe. Aber es sollte kein normaler Einsatz für einen der früher für diese Jahreszeit üblichen Kaminbrände werden.

Kaminbrände lassen sich wegen der Explosionsgefahr durch den Dampf nicht mit Wasser löschen. Da muss der „Schorni“ ran und fegen. Meist entzündet sich im Abzug der so genannte Teerruß. Der entsteht, wenn zum Beispiel die Verbrennung nicht vollständig ist – sei es durch mangelnde Luftzufuhr, zu feuchtes Holz oder ungeeignetes Material, so der Fachmann.



Ruß im Verbindungsrohr hatte sich entzündet

Doch in dem Haus habe nicht der Schornstein gebrannt, sondern das metallene Verbindungsstück zwischen Ofen und Schornstein: Dort hatten sich Rußablagerungen entzündet. Dabei war doch kurz zuvor noch gefegt worden. Die Besitzer bescwherten sich. Aber: „Kaum jemand weiß, dass für dieses Rohr nicht der Schornsteinfeger zuständig ist, sondern der Betreiber selbst“, so Adams.

Er rät dringend dazu, auch dieses Verbindungsstück regelmäßig zu reinigen. Oft habe er schon dicke Löcher im Metall entdeckt. Oft jedoch, so Adams, seien die Rohre heutzutage durch Verkleidungen nicht mehr direkt sichtbar. Genau das sei auch im Fall Auf der Aue so gewesen. Adams schätzt, dass etwa zehn Jahre lang nicht gesäubert wurde.

Nach Angaben von Michael Wolfsdorf von der Feuerwehr Ratingen seien trotz der zunehmenden Holzheizungen die richtigen Kaminbrände im Vergleich zu früheren Jahren "sehr exotisch" geworden. So etwas komme vor allem in alten Gebäuden mit herkömmlich gemauerten Schornsteinen vor: Dort könne sich Teerruß besser ablagen. Moderne Keramik- oder Edelstahlkamine seien meist zu glatt.

Trotzdem, so Adams, sollten Ofenbesitzer immer auf eine optimale Verbrennung achten. Das Holz dürfe nicht mehr als 20 Prozent Restfeuchte haben. Ein häufiger Fehler, so Adams: „Die Leute regeln die Hitze über die Luftzufuhr.“ Doch wer den Sauerstoff drossele, sorge nur für eine unvollständige Verbrennung – Scheiben und Brennraum werden schwarz, aus dem Schornstein stinkt und qualmt es.

Die Hitze könne man nur über die Holzmenge regulieren. Adams empfiehlt dringend, die Bedienungsanleitung zu lesen. Denn immer häufiger gebe es Beschwerden über der Gestank aus Schornsteinen. Dann heizt der liebe Nachbar falsch.

Oft seien Beschwerden aber unbegründet: Hat die Messung einwandfreie Werte ergeben und wird der Kamin vorschriftsmäßig betrieben, darf weiter mit Holz geheizt werden. Auch wenn der Nachbar den leichten Holzgeruch nicht "abkann".







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