Mehr Naturschutzgebiete bedeuten höhere Holzpreise





Holzindustrie kritisiert Naturschutzverbände

Detmold (SP) Nach dem Schlichterspruch von Staatsekretär Günter Kozlowski gegen einen Nationalpark im Teutoburger Wald (NRW) zeigen sich die Sägewerke und die Unternehmen der Holzindustrie in Ostwestfalen-Lippe entschlossen, die Diskussion über das umstrittene Projekt endgültig zu beenden. „Von Erleichterung kann bei den Beschäftigten in der Holzindustrie noch nicht gesprochen werden“, sagt Lars Schmidt, Generalsekretär beim Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD), und kritisiert damit die neuesten Aussagen der Naturschutzverbände. Denn der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und der Naturschutzbund (NABU) wollen die Nationalparkplanungen weiter vorantreiben.

In einer gemeinsamen Presseerklärung fordern sie das Land auf, den weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess selbst in die Hand zu nehmen, sollte die Region mit der Umsetzung überfordert sein. „Das Thema muss nun endlich ad acta gelegt werden, um bei den Unternehmen weiteren Schaden zu vermeiden“, warnt Schmidt. So führe eine anhaltende Diskussion um Flächenstilllegungen und Nutzungseinschränkungen sowie die in diesem Zusammenhang bestehenden Klagemöglichkeiten der Naturschutzverbände beispielsweise zu einer Verschlechterung der Ratings der Holzfachbetriebe bei den Banken. Schmidt: „Eine direkte Umsetzung durch die Landesregierung, ohne die Beteiligung der betroffenen Menschen in der Region, ist nicht hinnehmbar und im höchsten Maße verantwortungslos.“

Schon jetzt gibt es erste Folgen: Heimisches Holz wird knapp

Laut aktuellen Erkenntnissen des BSHD sind die Auswirkungen der nordrhein-westfälischen Wildnisstrategie bereits deutlich zu spüren. Das Angebot an heimischem Holz werde durch die Ausweisung von Schutzgebieten immer geringer. Die Folgen seien schon jetzt dramatisch, so Schmidt. Um der bestehenden Nachfrage gerecht zu werden und die nordrhein-westfälischen Sägewerke auszulasten, müsse der Einkaufsradius schon jetzt erweitert werden. Da in den benachbarten Regionen keine freien Holzmengen vorhanden sind, müsse künftig mit Anfahrtswegen von 100 Kilometer und mehr gerechnet werden. Die direkte Folge sind steigende Beschaffungskosten: Die Mehrzahl der Betriebe sehen sich mit einer durchschnittlichen Kostensteigerung von knapp vier Prozent konfrontiert.

Hinzu kommen Preissteigerungen durch den Lieferantenwechsel in Höhe von durchschnittlich zwei Prozent sowie Qualitätseinbußen durch schwache und nicht sägefähige Sortimente. Die zusätzlichen Kostenbelastungen mindern die Wettbewerbsfähigkeit der holzverarbeitenden Betriebe und zwingen diese nicht selten zu Standortverlagerungen oder zur Geschäftsaufgabe.

Verbraucher müssen mit steigenden Kosten rechnen

Auch den 17.000 Haushalten in Lippe, die mit Holz heizen, drohen nicht nur erhebliche Kostensteigerungen, auch das Holzangebot wird knapper. Nach Angaben der Bürgerinitiative „Unser Teutoburger Wald“ fehlen rund 20.000 Raummeter. Statt 20 bis 22 Euro pro Raummeter dürfte der neue Preis um die 57 Euro liegen. Für den Verbraucher bedeutet das eine Verdreifachung der Kosten.



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